Reise: London 2018

Antikladen in der Portobello Road © Jil Runkel

Vom 7.2.18 bis zum 13.2.18 war ich in London in den Ferien. Und das ganze völlig alleine. Ich weiss zwar, dass ich eigentlich keine Probleme habe, Dinge alleine zu unternehmen. Aber trotzdem kamen mir kurz vorher gewisse Zweifel, weil es doch eine ganze Woche war, die ich völlig alleine verbrachte.
Etwas, was ich sonst in den Ferien nicht so extrem schon habe, sind fix festgeplante Unternehmungen, weil ich da immer gerne von Tag zu Tag schaue, was sich ergibt. Dieses Mal jedoch, hatte ich schon einige Dinge im Voraus geplant gehabt: zwei Musical-Besuche, ein Besuch in einem nahegelegenen Kino, das ein Preview von Shape of Water zeigte und einen Tagesausflug nach Brighton, wo ich zirka im Jahre 2011 meinen Sprachaufenthalt gemacht hatte.

© Jil Runkel

Ich hatte eine sehr günstige Unterkunft in Notting Hill, für sechst Nächte habe ich gerade einmal 95
Franken bezahlt. Ja, mein Bett befand sich in einem Mehrbettzimmer, aber das war nicht weiter tragisch, denn ich war ja sowieso sehr viel unterwegs. Nach einer Nacht musste ich in ein anderes Zimmer wechseln. Und natürlich kam ich in ein Zimmer in dem fünf Belgier waren, die dann jede Nacht so um zwei Uhr `nach Hause` kamen, zuerst einmal das Licht ohne Vorwarnung anmachten und dann noch etwa eine Stunde in einem Mix von Holländisch, Französisch und Englisch schwatzten. Zum Glück hatte es bei jedem Bett so Vorhänge, da kam man sich dann vor wie in einer Höhle und das ganze Geschwatze war nur noch halb so schlimm… Und nach drei solcher Nächte gingen sie auch schon und entschuldigten sich da noch für den Lärm, den sie veranstaltet hatten, was wirklich um einiges schlimmer hätte sein können.

© Jil Runkel

Am ersten Tag watschelte ich sehr viel herum, ohne gross ein Ziel zu haben. Ich ging dahin, wo es mich hin zog. Am Donnerstag Vormittag watschelte ich wieder herum. Dann am Nachmittag besuchte ich zuerst das Musical „Mamma Mia“. Es warwirklich sehr sehr toll! Und super lustig war, dass in der Reihe vor mir eine Gruppe älterer Damen nicht an sich halten konnte und oft mit gesungen hatte. Abends ging ich dann ins Kino „Shape of Water“ im Gate Cinema schauen. Der Kinosaal passte perfekt zum Ambiente des Filmes und unterschrich somit nur noch mehr dessen Charme. Freitag Nachmittag ging ich auf die Warner Bros Studio Tour und ich war, und bin es immer noch, so begeistert, dass ich da genügend Fotos habe, um einen eigenen Blogeintrag darüber zu machen.
Den Samstag verbrachte ich in Brighton und Eastbourne. Ich hatte mir jedoch leider einen schlechten Tag dafür ausgesucht. XD Während es in London selbst zwar auch immer stark windete, entwickelte sich in Brighton gefühlt ein Orkan. XD Zusammen mit dem Nieselregen führte dies dazu, dass ich schon bald fast völlig durchnässt war. Ich wollte mir dann noch Eastbourne anschauen, wenn ich ja schon einmal in der Nähe war. Denn ich hatte in meinen Teenie-Jahren mit zwei Freundinnen den Film „Frontalknutschen“ geschaut, der in Eastbourne spielte, und wir damals super fanden. Zum Glück konnte ich mich während der knapp einstündigen Busfahrt wieder gut

© Jil Runkel

aufwärmen. Als ich dann aus dem Bus ausstieg traf mich fast der Schlag, denn der Wind war hier noch schlimmer. Das führte dazu, dass ich schlussendlich genau etwa eine halbe Stunde beim Eastbourne Pier verbrachte, ein paar Fotos machte und dann zack zack in den nächsten Bus in Richtung Brighton zurück nahm.
Am Sonntag ging ich ins Natural History Museum, was sehr eindrücklich ist, jedoch war das der Tag,  an dem mich alle Menschen nervten. Und am Sonntag hat es halt einfach viele Leute im Museum. Den Rest vom Sonntag und den ganzen Montag, verbrachte ich dann damit, noch mehr die Stadt zu erkunden und mir noch mehr Orte anzuschauen und in der kStadt herum zu wandern. Am Montagabend bin ich mir dann das zweite Musical anschauen gegangen. Diesmal war es „Wicked“. Anfangs dachte ich mir nur so: „Oooookaay,… Und wieso genau wird das jetzt so gehyped?!“ Aber dann wurde es wirklich 10000 Mal besser und ich brachte manchmal meinen Mund nicht mehr zu vor lauter Staunen. Und am Dienstag war dann schon der Tag der Rückreise und ich unternahm da auch nicht mehr wirklich etwas. Die sieben Tage in London vergingen sehr schnell. Und doch hatte ich so

© Jil Runkel

viel unternommen, dass ich völlig vergessen hatte, dass in Luzern der letzte Karneval-Abend sein würde, wenn ich zurückkomme. Zum Glück kam ich genau am Ende des Monster-Corso in Luzern an und erwischte somit den ersten Bus, der wieder über die Seebrücke fuhr. Ich hätte echt gar keine Lust gehabt, mich mit meinem Gepäck durch die Massen quetschen zu müssen.
Was mir ausserdem leider noch sehr aufgefallen ist, seit ich zurück bin: Wie verbissen und unfreundlich doch hier viele sind. Oft ist es so, dass wenn du jemandem zu lächelst, dich die Person schon fast erschrocken andchaut und das Gefühl hat, du willst was von ihr. Und es schauen sich viele so böse an. In London konnte ich manchmal in der U-Bahn Menschen ungewollt böse anschauen, aber zwei Sekunden später lächelte man sich doch gegenseitig kurz zu.

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