Gesehen: The Circle

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Inhalt
Die 24-jährige Mae Holland (Emma Watson) ist überglücklich. Sie hat einen Job in der angesagtesten Firma der Welt ergattert: beim „Circle“, einem Internetkonzern, der alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so das Ziel der „drei Weisen“, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, Gratis-Konzerten und coolen Partys. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit dem mysteriösen Kollegen Ty Gospodinov (John Boyega) ändert alles.

Kritik
Die Story hinter dem Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Dave Eggers, der auch das Drehbuch geschrieben hat. Auch wenn einiges an `1984` von George
Orwell erinnert, ist die Idee eigentlich sehr interessant, und vor allem brandaktuell, wenn man die heutige Entwicklung im Bereich der Technik und der Überwachung betrachtet.

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Doch leider wird im Film das vorhandene Potential eindeutig nicht voll ausgespielt. Die erste Hälfte zieht sich einerseits sehr in die Länge, doch auch sonst ist irgendwie alles zu holprig und man nimmt den Charakteren die Story nicht so ab. Hinzu kommt, dass der Elan und die Dynamik zwischen den Schauspielern zu fehlen scheint. Daher kommt es auch zu einer fast ununterbrochenen `cringe`-Tortur, die das ganze nicht viel besser macht. Das letzte Mal so extrem empfand ich das bei der Verfilmung von Stephanie Meyers `Seelen` und da hatte ich wenigstens noch etwas zum Lachen, weil es so doof gewesen ist.
Und sogerne ich Emma Watson mag, `The Circle` ist eindeutig nicht der beste Film, den sie je gemacht hat. Meiner Meinung nach spielt sie zwar inzwischen immer sich selbst, nur halt mal sehr gut (`The Perks Of Being a Wallflower` oder `Beauty and The Beast`) oder schlechter (`Ballett Shoes`/ `The Circle`). In der zweiten Hälfte kommt zum Glück ein kleines bisschen Fahrt auf, aber

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auch hier kommt keine wirkliche Spannung auf. Leider.
Karen Gillian, Tom Hanks und John Boyega spielen ihre Rollen dann doch entsprechend gut, aber sie kommen auch nicht wirklich viel vor.
Der Schluss ist rundet den Film auch nicht sonderlich gut ab. Ja, Mae entlarvt die beiden Chefs von `Circle` und macht deren Daten allen frei zugänglich. Man erfährt jedoch nicht, was Mae`s Mitarbeiter Ty herausgefunden hatte. Und ja, Mae scheint dann `Circle` in eine neue Zukunft zu steuern, aber was genau passiert,… Keine Ahnung, denn dies wird auch nicht weiter erläutert. Es ist am Ende einfach Schluss.

Fazit
Ich hatte von `The Circle` eindeutig mehr erwartet. Vor allem als ich gesehen hatte, dass Dave Eggers, der die Buchvorlage geschrieben hat, das Drehbuch schrieb. Aber leider, leider wurde ich enttäuscht.
Oder wie es Tom Hanks` Charakter am Ende des Films gut formuliert: „We`re fucked!“ Und wenn ich sagen muss, dass sogar die letzen zwei Tom Cruise Filme besser waren, heisst das vieles!

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Infos zum Film
Originaltitel: The Circle
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: United Arab Emirates / USA
Genre: Drama, Sci-Fi, Thriller
FSK: 12
Laufzeit:  110 Minuten
Regie:  James Ponsoldt
Drehbuch: Dave Eggers
Darsteller: Emma Watson, Karen Gillian, Tom Hanks, Bill Paxton, John Boyega, u.a.

Trailer

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