Gelesen: Killing Bono. Mein Leben im Schatten des Superstars.

© Neues Leben

Autor
Neil McCormick, geboren1958,ist Musikkolumnist für den Londoner Daily Telegraph und
regelmässig bei der BBC zu Gast. Er schreibt für GQ, den Observer und die Sunday Times. In einem anderen Leben war McCromick angeblich der Erste, der die Rockband U2 verlassen ht, und Mitglied meherer ungesignter Bands. Er ist Ghostwriter der Band-Autobiografie „U2 by U2“, sein literarisches Debüt „Killing Bono“ wurde 2011 verfilmt.

© The Telegraph

Klappentext
Paul Hewson und Neil McCormick gingen gemeinsam zur Schule, gründeten Bands, tingelten durch kleine Clubs und teilten einen Traum: Rockstar werden! Doch während Neil erfolglos Demotape um Demotape an genervte Plattenfirmen schickte, nannte sich Paul fortan Bono und eroberte mit seiner Band U2 den Globus. Und Neil? Schrieb Zeitungsberichte darüber… Schonungslos und selbstironisch lässt McCormick die wildesten Zeiten des Rock`n`Roll wieder aufleben, seziert sein grandioses Scheitern und erzählt zugleich die Geschichte des Superstars, der ihn sein Leben gestohlen hat und ihn trotzdem immer wieder anruft.

Kritik
Für die Kritik dieses Buch muss ich ein wenig ausholen: Ich hörte das Erste Mal von `Killing Bono`, weil in dem gleichnamigen Film einer meiner Lieblingsschauspieler mitgespielt hätte. Da ich jedoch jemand bin, der immer das Buch vor dem Film-Schauen gelesen haben möchte, schob ich die ganze Sache für einen Moment auf die Seite. Dann etwa ein halbes Jahr später stöberte ich im Buchladen meiner Heimatstadt und da fiel mir das Buch in die Hände, ohne dass ich aktiv danach gesucht hätte. Und dies war einer der besten Zufälle meines Lebens. Aber vor allem war ich dann nach dem Lesen froh, dass ich den Film nicht geschaut hatte und dies bis heute nicht. Jung wie ich war, machte ich irgendwie die E-Mail-Adresse des Autors ausfindig (fragt mich nicht wie XD, ich habe keine Ahnung mehr, und nein, es war nicht seine private E-Mail-Adresse) und schrieb ihm in gebrochenem Englisch, wie toll ich das Buch gefunden hätte. Und prompt kam zirka zwei Wochen später eine Antwort zurück, was ich so nicht erwartet hatte und umso mehr freute ich mich darüber.
Nun zum Buch selbst. Schon zu Beginn merkt man, dass sich Neil McCormick selbst nicht zu 100% Ernst nimmt. Und doch spürt man auf den fast 400 Seiten eine Wehmut über die nicht erreichten Ziele, über sein eigenes Verhalten und über Beziehungen, die nicht so funktionierten, wie man es wollte. Es wird aufgezeigt, wie es Menschen wie Bono gibt, denen alles vor die Füsse geworfen wird, so hat es den Anschein. Und wiederum andere, die ihre Ziele zwar bis zu einem gewissen Grad ihre Ziele umsetzen können, dann sich jedoch selbst im Wege stehen und einen weiteren Schritt zum Erfolg somit nicht gemacht werden kann.
Und während man ganz viel über Neil McCormick und seinen Bruder Ivan erfährt, gibt es fast schon nebenbei einen Blick auf Bono`s und U2`s Anfänge aus der Sicht von einem `Fast-Mitglied` (Neil).

Fazit
`Killing Bono` ist meiner Meinung nach, eines dieser Bücher, das man nie vergessen wird, wenn man es einmal gelesen hat. Es ist die Balance zwischen Komik und Wehmut und Ehrlichkeit, die es zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.

Infos zum Buch
Originaltitel: Killing Bono. I was Bono`s Doppelganger ; Autor: Neil McCormick; Verlag: Neues Leben; erschienen auf Deutsch: 15. März 2012; Übersetzer: Helga Köller; Taschenbuch; Seiten: 399 ; Preis: 16.95

Musikvideo

Dies ist eines der Lieder der Band Shook Up! mit der die beiden Brüder Ivan und Neil versuchten bekannt zu werden.

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