Gesehen: Dunkirk

© Warner Bros

Inhalt
Mai 1940, der Zweite Weltkrieg tobt: Die Nazis haben die französische Hafenstadt Dünkirchen eingekesselt und für deren Bewohner und die 400.000 dort stationierten Soldaten scheint die Lage ausweglos. Denn durch die feindlichen Truppen auf der einen Seite und das Wasser auf der anderen scheint es keine Chance auf Überleben zu geben. Doch in Großbritannien ersinnt man eine kühne Rettungsmission, von der zuerst nur die wenigsten glauben, dass sie Aussicht auf Erfolg haben kann: Während die eingekesselten Soldaten, darunter Tommy (Fionn Whitehead), Alex (Harry Styles) und Gibson (Aneurin Barnard), am Boden ums Überleben kämpfen, sorgen RAF-Piloten wie Farrier (Tom Hardy) in ihren Spitfires für Feuerschutz aus der Luft. Gleichzeitig eilen von Commander Bolton (Kenneth Branagh) koordinierte Zivilisten wie Mr. Dawson (Mark Rylance) den eingekesselten Soldaten mit ihren kleinen Booten übers Wasser zu Hilfe.

Kritik

© Warner Bros

Wie viele Kriegsfilme sind uns in den letzten Jahre vorgesetzt worden. So einige…
Doch `Dunkirk` ist nicht ein Kriegsfilm in dem Sinne. Der Film ist weit mehr als ein blosser Kriegsfilm, wie wir ihn schon so oft gesehen haben. Denn wann wurde zuletzt ein schon fast poetisches Stück Kunst über ein Thema geschaffen, welches so schlimm ist wie der Krieg?
Grausam aberzugleich doch irgendwie wunderschön gestaltet sich `Dunkirk`. Interessant ist auch, dass im Vergleich zu anderen sogenannten Kriegsfilmen in `Dunkirk` relativ wenig effektive Kriegshandlung durchgeführt wird. Das heisst, es werden zwar immer wieder Bomben abgeworfen oder es wird auch geschossen. Doch es ist mehr diese Ungewissheit, was als Nächstes kommt, was einen Grossteil ausmacht. Der Film erzählt seine Geschichte in drei Handlungssträngen, die am Ende alle zusammen geführt werden. Aus drei verschiedenen Blickwinkeln wird die Schlacht von Dünkirchen angeganen. Die Erzählungen erstrecken sich zuerst über eine unterschiedliche Zeit. Und doch kommen sie am Ende zusammen. Immer mit dabei: Das beklemmende Ticken einer Uhr und ein Soundtrack, der einen allein schon vor Spannung und unangenehmer Unruhe im Kinosessel herum wälzen lässt.

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Die Gefahr der deutschen ist allgegenwärtig für die Soldaten am Strand von Dünkirchen und doch bekamen sie immer nur die Flieger zu Gesicht und nie sahen sie einen `echten` deutschen Soldatenvon Angesicht zu Angesicht. Christopher Nolan setzt dies in dem Film auch so um. Nicht nur die Soldaten sehen nur die Kampfflugzeuge, die über sie hinweg fliegen und die Bomben abwerfen, sondern auch der Zuschauer.
Auch wenn hier einige bekannte Schauspieler auftreten, keiner von ihnen scheint sich wirklich von den Statisten zu unterscheiden. Der einzige Unterschied ist, dass sie ein wenig mehr im Fokus stehen und die Geschichte aus ihrer Sicht erzählt werden. Man könnte eigentlich sagen, dass sie ein Querschnitt all derer sind, die in Dünkirchen direkt am Kampf beteiligt waren. Denn von den Menschen von ganz oben, zum Beispiel Churchill, kommt man nie etwas zu sehen. Es wird nur kurz über diese Elite gesprochen.
Die Kamera fängt das ganze Geschehen oft ruhig ein und dass es nur sehr wenige schnelle Schnitte gibt, unterstützt das Gefühl der Melancholie, das immer wieder auftaucht. Die Bilder sind oft sehr weitläufig und scheinen endlos, genauso muss es sich wohl angefühlt haben als Soldat an diesem Strand zu stehen und nicht zu wissen, was als nächstes geschieht. Es ist ein endloses Warten auf eine Hilfe, die nicht näher zu rücken scheint, ein Bangen, ob wohl der nächste Deutsche Flieger im Anflug ist. Und wie im Film oft erwähnt wird: `Man kann sie fast sehen!` Denn England ist nur einige Kilometer von der Küste entfernt.
Was den Cast betrifft, da muss man nicht wirklich viel dazu sagen. Es waren alle sehr sehr gut. Ja, auch Harry Styles…

Fazit

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Wieder einmal schafft Christopher Nolan ein Meisterwerk an Film. Auch wenn sich dieser Film eher reduziert und `ruhig` verhält im Gegensatz zu anderen Filmen von ihm. Hans Zimmer zeigt sich mit seiner Komposition für den Film ebenfalls von seiner besten Seite.
Meiner Meinung nach ist es einiges Wert, den Film im Kino auf der grossen Leinwand schauen zu gehen. Vor allem damit sich die ganzen Bilder in vollem Ausmass entfalten können, genauso wie die Musik.

Infos zum Film
Originaltitel: Dunkirk
Erscheinungsjahr: 2017
Produktionsland: USA, Frankreich, UK
Genre: Action, Drama, Thriller, Kriegsfilm, Historisch
FSK: 12
Laufzeit:  106 Minuten
Regie: Christopher Nolan
Drehbuch: Jonathan Nolan, Christopher Nolan
Darsteller: Fionn Withehead, Cillian Murphy, Tom Hardy, Harry Styles, Kenneth Branagh, James D`Arcy, u.a.

Trailer
 

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